Jede Produktion beginnt mit einer Frage
Unsere Produktionen entstehen aus Neugier, aus Irritation, aus dem Wunsch, genauer hinzusehen. Wir entwickeln Theaterstücke, performative Formate und künstlerische Interventionen, die Räume für Begegnung, Reflexion und neue Perspektiven eröffnen.
Dabei interessieren uns nicht fertige Antworten, sondern das gemeinsame Forschen. Wie können wir komplexe Themen erfahrbar machen? Welche Geschichten bleiben unerzählt? Welche Stimmen werden überhört?
Unsere Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Kunst, Bildung und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Sie entstehen in Zusammenarbeit mit Künstler, Schulen, Institutionen, Vereinen und Menschen, die etwas zu erzählen haben.
Wir entwickeln eigene Produktionen und sind zugleich offen für neue Ideen, Kooperationen und Aufträge.
Denn Theater beginnt oft dort, wo Menschen zusammenkommen und die Bereitschaft mitbringen, sich auf etwas einzulassen, das noch nicht feststeht.
Du hast eine Idee?
Wir freuen uns über Anfragen, Kooperationen und Gespräche.
Ob neue Stoffe, gesellschaftliche Themen, partizipative Projekte oder ungewöhnliche Formate. Gemeinsam entwickeln wir künstlerische Zugänge, die berühren, herausfordern und neue Perspektiven eröffnen.
abgeschlossene projekte
Eine chronologisch sortierte und vollständige Projektliste findest du hier.
Macht Oh!(n)Macht
Was bedeutet Macht für mich? Wo übe ich Macht aus? In welchen Hierarchien bewege ich mich? Und wann bin ich ohne Macht – ohnmächtig?
Macht – Oh!(n)Macht“ widmet sich dem Thema Macht und Ohnmacht in unterschiedlichen sozialen Kontexten. Wir setzen uns kreativ mit den verschiedenen Facetten von Macht auseinander und reflektieren unsere eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse, erkunden alternative Sichtweisen auf Machtstrukturen.
Wann sind wir mächtig – wann ohnmächtig? Wer macht uns ohnmächtig? Gibt es einen hierarchiefreien Raum oder schleichen sich Hierarchien und Machtstrukturen in jegliche Form menschlichen Zusammenseins ein? Welche Gruppennormen entstehen ganz automatisch und wer nimmt welche Rolle ein? Wir bringen alle ein unterschiedliches Verständnis davon mit, wie Machtstrukturen sich auf unser Leben auswirken und welche Situationen dazu führen, dass wir uns ohnmächtig fühlen.
Premiere: 19. Dezember 2024 im Kosmos Theater Wien.
Theaterpädagog*innen: Judith Rücker und Kath Fischer

Geschichten aus meinem Leben.
Über vier Wochen hinweg trafen wir uns jeden Freitag, um gemeinsam eine Szenencollage aus persönlichen Erinnerungen, Geschichten und künstlerischen Impulsen zu entwickeln. Ausgangspunkt waren die vielfältigen Lebensgeschichten der Teilnehmenden: Lieder, die mit besonderen Momenten verbunden sind, Fotos, Briefe, Bücher, Begegnungen und Erzählungen, die Spuren hinterlassen haben.
Aus diesen biografischen Materialien entstand ein gemeinsamer künstlerischer Prozess. Im Mittelpunkt stand die Frage, was erzählt, gezeigt und mit anderen geteilt werden möchte. Welche Erinnerungen sind von Bedeutung? Welche Erfahrungen verdienen eine Bühne?
Den Abschluss bildete eine öffentliche Präsentation, deren Form sich aus den Ideen, Bedürfnissen und kreativen Entscheidungen der Gruppe entwickelte. So entstand eine Aufführung, die die Perspektiven und Geschichten der Beteiligten sichtbar machte.
Gearbeitet wurde mit biografischen Methoden, Ansätzen des Materialtheaters sowie Übungen und Techniken aus dem Theater der Unterdrückten nach Augusto Boal.
Aufführung: 12. Oktober 2024
Theaterpädagog*innen: Natalie Adler-Oppenheim und Kath Fischer
Gefördert durch den Bezirk Alsergrund

RE_LATIONS.
In der Stille der Einsamkeit ist alles so unhörbar laut.
Khalid Chergui
In einer Gesellschaft, in der Individualismus, des eigenen Glückes Schmiedin sein und zunehmende Verstädterung und Anonymisierung stetig zunehmen, wird auch das Gefühl der Einsamkeit verstärkt. Die Einsamkeit als unangenehmes bis unerträgliches Gefühl, alleine zu sein, sich nicht zugehörig zu fühlen, auch wenn viele Menschen um eine herum sind.
Einsamkeit kann zu erheblichen gesundheitlichen Folgen führen.
Loneliness can kill. It’s proven to be worse than smoking 15 cigarettes a day.
Aber wie kommen wir aus der Einsamkeit heraus?
Hier kommt das Theater als Ort der Begegnung ins Spiel: Durch Begegnung weniger einsam sein. Sich verbunden fühlen, verstanden werden. Aufeinander wirken.
Wie begegnen wir einander? Was macht eine wirkliche Begegnung aus?
Im theaterpädagogischen Projekt RE_LATIONS des Vereins Starke Stimmen trafen 18 Performerinnen im Zeitraum von sechs Wochen regelmäßig aufeinander. Im Prozess wurde das Stück gemeinsam mit den Theaterpädagoginnen Katharina Fischer und Judith Rücker entwickelt, alle Szenen und Choreographien stammen aus der Feder der Gruppe.
Die Gruppe beschäftigte sich mit Formen der Einsamkeit und der Begegnung.
Die Suche nach ästhetischen Mitteln, die Einsamkeit zu begreifen und zu beschreiben, führte uns zu dem Anliegen, das Sprechen über Einsamkeit zu enttabuisieren.
Showing
Freitag, 16. Juni 2023, 20:00 Uhr
Kosmos Theater, Siebensterngasse 42, 1070 Wien
Performance, Entwicklung
Anna Joza, Barbara Pretterhofer, Birgit Stimmer, Hannah Fras, Ines Woschitz, Katharina Reschke, Maria Fill, Mia Bohnet, Monika Volk, Natalia Zelewska, Natascha Bonosevich, Regina Pfenningschmidt, Rhonda D’Vine, Rica Salchinger, Veronika Bauhofer, Veronika Desch
Entwicklung
Christina Kelz, Sylvia Pirchegger
Theaterpädagogik
Katharina Fischer und Judith Rücker
Eine Produktion von Starke Stimmen in Koproduktion mit dem Kosmos Theater.
Gefördert aus dem Kulturbudget des Bezirks Neubau.














Ein Ort. Ein Dort für mein Wollen. Theater im öffentlichen Raum
In einer Theaterintensivwoche vom 11. bis 14. April 2022 waren wir mit mit viel Spaß und Spielfreude mutig und haben mit Interventionen den öffentlichen Raum performativ erobert.
Ein Blick sagt mehr als tausend Worte. Hände können sprechen. Mit Körper und Stimme haben wir nach Formen von Kommunikation gesucht. Was erzählt mein Körper und wie können Stimmen über Worte hinauswirken?
An welchen Orten wollen wir sprechen, wollen wir auftreten, für uns oder andere eintreten? Von wem wollen wir gehört werden und wo können wir auch einmal zuhören? In der Intensivwoche haben wir uns gemeinsam auf die Suche nach einem Dort für unser Wollen gemacht. Wir erforschten mit theatralen Mitteln den öffentlichen Raum und gestalteten Interventionen und Versuche miteinander zu kommunizieren.
Die Gruppe wurde von Judith Rücker und Katharina Fischer methodisch angeleitet.

















„Weil wir klein sind …“
Nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern. Die Kinder der 2C der Volksschule Marktgasse in Wien haben in ihrer Abschlussaufführung gezeigt, was sie alles über Kinderrechte wissen. Sie machen deutlich, dass sie sich auch für ihre Rechte einsetzen. Die Kinder wollen mitreden, mitbestimmen, mitgestalten. Sie wollen gehört und nicht überhört werden. Theater spielen hilft sich Gehör zu verschaffen.
Die Kinder stellen Fragen, die sie durch das Projekt begleitet haben. Fragen, die eine von Erwachsenen geprägte Welt herausfordern. Warum müssen sich die Menschen ständig gegenseitig verletzen? Warum können wir nicht alle Freund_innen sein? Warum sagst du, dass ich anders bin als du?
Gerahmt wurde die Aufführung der 2C von einer Ausstellung all der Dinge, die die Kinder in ihrer gemeinsamen Zeit mit der Regisseurin Emel Heinreich, der Theaterpädagogin Katharina Fischer und der Klassenlehrerin Elisabeth Rischka-Riedl erforscht, herausgefunden und diskutiert haben.
Ein Projekt von Cocon. Verein zur Entwicklung und Umsetzung von Kunstprojekten und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien in Kooperation mit Starke Stimmen, theaterpädagogischer Verein zur Umsetzung sozialkritischer Projekte, der Kinder der 2c – Marktgasse und ihrer Klassenlehrerin.




Auf_Begehren
Vom 23. bis 25.05.2019 haben wir im Kosmos Theater unser Projekt Auf_Begehren gezeigt.
Am Anfang ist noch alles offen. Am Anfang, das ist Anfang Jänner 2019. Das erste Treffen. Das erste Mal jene Menschen sehen, mit denen eins die nächsten Monate arbeiten wird. Und zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, wer es sein wird, so groß ist die Zahl der Menschen, die das Projekt kennenlernen möchten. Seit Jänner 2019 lernen nun wir die Interessierten, und sie sich als Gruppe, näher kennen. Manche gingen und sehr viele sind geblieben. Sie haben sich auf ein Experiment eingelassen, das zunächst lediglich offenes Theaterprojekt genannt wurde und das Versprechen in sich trug, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, selbst etwas zu erschaffen. Die einzigen Vorgaben: Das Thema. Und dass am Ende des Projekts eine Performance stattfinden wird.
Die Projektleiterinnen stehen während der politischen Er_Forschung als Prozessbegleiterinnen zur Verfügung. Bringen methodisches, inhaltliches, theatrales, musikalisches und dramaturgisches Wissen mit. Sind selbst mit großer Neugier, Interesse und Leidenschaft ausgestattet. Zusammengefügt ergibt dies einen Abend, der Unterschiedlichkeiten in all ihrer Individualität feiert, Widersprüche aufzeigt, sie durchbricht und dabei Seh- und Denkgewohnheiten in Frage stellt. Das Publikum wird auf diesen Prozess mitgenommen. Wird eingeladen aus der Rolle der Zusehenden zu treten und selbst aktiv zu werden. Sich auf ein politisches Er_Forschen einzulassen und eigene Widerständigkeiten zu finden.
Performance, Entwicklung: Zeynep Alan, Teresa Bönisch, Katharina Derndarsky, Antonia Girardi, Korri Hageneder, Anne Hampp, Lisa Holzinger, Stella Jarisch, Ulli Pilwax, Rica Salchinger, Helene Schreilechner, Verena Schwab, Arabella Seits, Laura Steinl, Jutta Vranovsky, Ines Woschitz, Melike Yagiz
Projektleitung: Katharina Fischer, Lena Kühleitner, Judith Rücker
Wir danken allen privaten Spender_innen, die uns unterstützt haben. Wir danken dem Bezirk Neubau, 1070 Wien, für die Förderung.

















Willkommen in meinem Prekariat
Willkommen in meinem Prekariat
2/3 der in Armut lebenden Personen sind Frauen*, allerdings ist diese Armut in der Öffentlichkeit so gut wie unsichtbar. Gemeinsam mit den Teilnehmer_innen wollten wir eine Sichtbarkeit generieren, indem wir uns zum einen intensiv mit der Thematik, auch auf einer persönlichen Ebene, beschäftigen, andererseits aber auch Fakten und Zahlen, sowie eine Beschäftigung mit gesellschaftlichen Strukturen.
Die Teilnehmerinnen* des Projektes waren Frauen*, die aus unterschiedlichen Gründen prekär leben und die mit ihren Geschichten, Alltagserfahrungen und Reflexionen die Präsentation gestalteten. Einige leben zeitweise in einer prekären Situation, weil sie studieren, für mindestens eine aus der Gruppe war ihre prekäre Lebensrealität jedoch bereits zu einem dauerhaften Alltag geworden. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen* haben die wir recherchiert und experimentiert, um so ein breites Bild zum Thema Prekariat zu gestalten. Über drei Monate hinweg wurde gefundenes Material mit verschiedenen theaterpädagogischen Methoden durchleuchtet und gestaltet. Ästhetische Ausdrucksmöglichkeiten wurden gesucht und gesammelt und aus diesen am Ende die performative Installation geschaffen. Immer haben wir uns der Frage gestellt, was es eigentlich heißt, prekär zu leben, denn auch diese Lebenssituation ist mit vielen Vorurteilen und Stereotypen verbunden. Unsere Teilnehmerinnen* lebten aus verschiedenen Gründen prekär und so haben wir auch immer wieder reflektiert, welche Privilegien die eine* oder andere* hat und wie auch diese sichtbar gemacht werden können. In der Gestaltung und Forschung für das Projekt sind wir vor allem von den Lebensrealitäten innerhalb der Gruppe ausgegangen, um zu vermeiden für und über andere Menschen zu sprechen.
Bei der Performance „Willkommen in meinem Prekariat“ handelte es sich um eine begehbare Ausstellungs-Installation. Ausgestellt wurden hierbei Objekte aus dem sogenannten Prekariat, die mit Museumstexten versehen waren, die auf eine humoristisch ironische Weise geschrieben waren. So konnte man beispielsweise eine prall gefüllte Geldbörse betrachten, eine Bewerbungsmappe mit Absagen, ein Haushaltsbuch und eine Einkommensschere. Es gab auch mehrere Hörstationen und eine Teilnehmerin* hatte einen Faktenwald selber gebaut.
Die Präsentation fand im Amerlinghaus in Wien statt, einem autonomen Kulturzentrum. Freundlicherweise stellten sie uns 5 Räume zur Verfügung, sodass die Performance einen Parcours ähnelte, wobei jeder Raum einen anderen Fokus und Themenschwerpunkt hatte. Publikum wie Beteiligte sollten ein gemeinsames Erleben haben und voneinander profitieren. Selbstermächtigendes Handeln stand dabei im Vordergrund.
Verschiedene Exponate mit von den Teilnehmerinnen* geschriebenen Texten, trafen in den Räumen auf Mitmachstationen für unser Publikum, Videomaterial und unsere Teilnehmerinnen*, die an den Mitmachstationen performten. Gerahmt wurde all dies durch mehrere Performances der Gruppe, die vor allem Choreographien in den Vordergrund stellten. Nach der Performance hatte unser Publikum die Möglichkeit bei einem Buffet mit der Gruppe zu diskutieren.
Wir haben das Projekt mit einem Blog begleitet, den du hier findest: https://wilkommeninmeinemprekariat.wordpress.com/
von und mit: Desiree Bernstein, Ulli Koch, Rosalie Lorenz, Tabea Zimmer
Theaterpädagogische Leitung: Kath Fischer, Judith Rücker
Premiere: 23. Juni 2017 im Amerlinghaus Wien
Mit freundlicher Unterstützung und finanzieller Förderung vom Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus und der Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft.






Wir machen das flash zu unserer Bühne!
Wie fühlt es sich an, Raum einzunehmen? Mit dem eigenen Körper, der eigenen Stimme und den eigenen Geschichten?
Drei Tage lang wurde das flash Mädchencafé zum Theaterraum. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen haben wir gespielt, experimentiert, Figuren erfunden und Geschichten entwickelt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Theater dabei helfen kann, die eigene Ausdruckskraft zu entdecken und sichtbar zu werden.
Kann ich laut sein?
Ich habe eine kraftvolle Stimme. Ich kann aufstampfen. Ich kann gehört werden.
Kann ich mir Raum nehmen?
Ich kann Blicke erwidern, mich zeigen und sagen, was ich will. Das hier ist meine Bühne.
Können wir uns verbünden?
Wir entwickeln Ideen, probieren sie aus und gestalten gemeinsam. Aus Einzelnen wird eine Gruppe, die miteinander entdeckt.
Ausgehend von den Interessen, Erfahrungen und Ideen der Teilnehmer*innen entstand so ein gemeinsamer Theaterraum, in dem es nicht darum ging, etwas „richtig“ zu machen. Vielmehr konnten unterschiedliche Ausdrucksformen ausprobiert, eigene Ressourcen entdeckt und mit denen der anderen verbunden werden.
Mit theaterpädagogischen Übungen, Schauspiel, Improvisation und viel Spielfreude begaben wir uns auf eine gemeinsame Reise. Dabei wurde das flash selbst zur Bühne – und zum Raum für die eigenen Geschichten.
Wann: 27.–29. Oktober 2022
Wo: flash Mädchen*café, Zieglergasse 34/3, 1070 Wien
Gefördert aus dem Kulturbudget des Bezirks Neubau


Queere Räume
Wie würde eine Welt aussehen, wenn wir sie selbst entwerfen könnten?
Seit März 2022 hat eine Gruppe queerer Menschen gemeinsam an dieser Frage geforscht – online und in Präsenz. Wir haben gesammelt, fantasiert, verworfen und neu gedacht. Aus unseren Vorstellungen, Wünschen und Ideen ist nach und nach ein eigener Ort entstanden: Queertopia.
Eine utopische Welt, die nicht fertig sein will. Eine Welt, die sich verändern darf und gemeinsam mit anderen weitergedacht werden kann.
Zur Präsentation wurde das Publikum selbst Teil dieser Welt. Mit der queertopischen Seilbahn ging es auf eine Reise zu unterschiedlichen Orten in Queertopia. An jeder Station gab es etwas zu entdecken und die Möglichkeit, mit den Performer*innen in Kontakt zu treten, mitzugestalten und eigene Spuren in dieser Welt zu hinterlassen.
Wer wollte, konnte sich einbringen. Wer lieber beobachten wollte, konnte sich treiben lassen, schauen und staunen.
So entstand eine interaktive Performance zwischen Theater, Installation und Begegnung – und ein gemeinsamer Raum für die Frage, welche anderen Formen des Zusammenlebens wir uns vorstellen können.
Präsentation: 4. & 5. Juni 2022, 19:30 Uhr
Ort: WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien
Konzept, Theaterpädagogik: Katharina Fischer
Konzept, Sensitivity und Prozess: Koi Hageneder
Entwicklung, Performance: Chelle Montocchio, Hannah Birnbaumer, Mael Gutscher, Paula Hantsch-Linhart, Rhonda D’Vine, Sara Nenning, Teo Hassan, Verena Mica Schwab, Z Panayi
Produktionsleitung: Ulli Koch
Das Projekt wird gefördert von der MA 7 Stadtteilkultur und Interkulturalität sowie vom 9. Wiener Gemeindebezirk

Mit freundlicher Unterstützung von Bears in the Park und WUK performing arts.

















Wo die wilden Alten wohnen
Was bedeutet es, alt zu sein – und wer entscheidet eigentlich, wann wir alt sind?
Eine Woche lang haben wir gemeinsam mit Frauen 65+ das Alter(n) erforscht. Nicht als abstraktes Thema, sondern ausgehend von den eigenen Körpern, Erinnerungen, Erfahrungen und Geschichten.
Mit Schreibimpulsen, Bewegung und Improvisation näherten wir uns den unterschiedlichen Facetten des Älterwerdens. Wir haben Körper in Bewegung gebracht, Stimmen erhoben, Geschichten erzählt und danach gefragt, welche Bilder von Alter uns begleiten – und welche davon wir selbst verändern wollen.
Dabei ging es auch darum, Raum einzunehmen. Sichtbar zu sein. Die eigenen Erfahrungen zu teilen und der Vorstellung etwas entgegenzusetzen, dass Alter vor allem mit Rückzug und Einschränkung verbunden sein muss.
Gemeinsam mit Ludmilla Bruckmiller, Birgit Stimmer und Monika Volk entstand im Laufe der Theaterwoche eine Präsentation voller Bewegung, persönlicher Geschichten und Lebensfreude. Ihren Abschluss fand die gemeinsame Woche mit einer Aufführung und einem Picknick in der Pfarre Stadlau.
Die Bilder zeigen uns bei der Vorbereitung: Im Vorfeld der Theaterwoche erkundeten die theaterpädagogischen Leiterinnen Barbara Grütze, Judith Rücker und Katharina Fischer den Abenteuerspielplatz Stadlau, der ursprünglich als Spiel- und Probenort vorgesehen war. Aufgrund des überwiegend schlechten Wetters fand die Theaterwoche schließlich in den Räumlichkeiten der Pfarre Stadlau statt, dafür bedanken wir uns.
Teilnehmerinnen: Ludmilla Bruckmiller, Birgit Stimmer, Monika Volk
Theaterpädagogische Leitung: Barbara Grütze, Katharina Fischer, Judith Rücker
Zeitraum: 23.–27. August 2021
Präsentation: 27. August 2021
Ort: Pfarre Stadlau, Wien





Frauen*tage in Aspern
Was tut mir gut? Was kann mein Körper? Wie finde ich Ruhe in einem vollen Alltag? Und wie kann ich mein Leben nachhaltiger gestalten?
Mit den Frauen*tagen in Aspern haben wir einen offenen Raum für Frauen* geschaffen, um Neues kennenzulernen, Wissen auszutauschen und gemeinsam Erfahrungen zu machen. In vier Workshops ging es um ganz unterschiedliche Zugänge zu Gesundheit, Wohlbefinden, Ausdruck und einem selbstbestimmten Alltag.
Von Kräutern über Meditation und Theater bis zu Nachhaltigkeit konnten die Teilnehmerinnen* Themen entdecken, die sie schon länger interessierten – oder sich auf etwas einlassen, mit dem sie zuvor noch gar nicht in Berührung gekommen waren.
Im Kräuterworkshop ging es um Heilpflanzen und ihre Anwendung in unterschiedlichen Lebensphasen. Beim gemeinsamen Herstellen eigener Produkte wurde aus Wissen praktisches Tun.
Der Meditationsworkshop lud dazu ein, unterschiedliche Techniken kennenzulernen, zur Ruhe zu kommen und herauszufinden, welche Formen sich in den eigenen Alltag integrieren lassen.
Im Theaterworkshop standen Körper, Stimme und die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten im Mittelpunkt. Mit Improvisation und theaterpädagogischen Übungen wurde gespielt, ausprobiert und der eigenen Kreativität Raum gegeben.
Zum Abschluss beschäftigten wir uns mit Nachhaltigkeit im Alltag: von Less und Zero Waste bis zu selbstgemachten Alternativen für den eigenen Haushalt.
So unterschiedlich die vier Nachmittage waren, verband sie eine gemeinsame Idee: Räume zu schaffen, in denen Frauen* sich ausprobieren, voneinander lernen und eigene Möglichkeiten entdecken können.
Zeitraum: Oktober 2018 – Jänner 2019
Ort: Aspern, Wien
Workshopleitung: Waltraud Bieringer, Agnieszka Brzezinska, Katharina Fischer und Ulli Koch
Gefördert durch: Wiener Gesundheitsförderung






Frauengeschichte_n – Starke Biografien
Sie waren Vorreiterinnen, Vorkämpferinnen, Vordenkerinnen. Viele ihrer Namen kennen wir trotzdem nicht.
Frauen* haben für ihre Rechte und die Rechte anderer gekämpft, gesellschaftliche Grenzen verschoben und Wege geebnet, auf denen wir heute weitergehen. Mit „Frauengeschichte_n – Starke Biografien“ haben wir uns auf die Suche nach diesen Geschichten gemacht – und sie mit unseren eigenen verbunden.
Gemeinsam mit Frauen* unterschiedlichen Alters haben wir recherchiert, erinnert, erzählt und gefragt: Welche Frauen* haben uns geprägt? Welche Geschichten finden wir in unseren eigenen Familien? Welche Möglichkeiten hatten Frauen* vor uns – und welche haben wir heute? Was hat sich verändert, was ist geblieben? Und was verstehen wir überhaupt unter „Weiblichkeit“?
Dabei begegneten uns auch Biografien von Frauen*, deren Namen einige von uns zu Beginn der Recherche selbst nicht kannten. Ihre Geschichten sichtbar zu machen bedeutete für uns deshalb auch, Frauengeschichte neu zu entdecken und danach zu fragen, wer eigentlich Teil unserer gemeinsamen Erinnerung wird.
Mit theaterpädagogischen und biografischen Methoden sammelten wir persönliche, recherchierte und erfundene Geschichten. Themen wie Emanzipation, Familie, Arbeit, Migration und Flucht, Geschlechterrollen und Machtstrukturen trafen dabei auf die Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmerinnen*.
Aus diesem Material entstand eine multimediale Szenencollage, in der historische Frauenbiografien und persönliche Geschichten miteinander verwoben wurden. Eine Performance über Unterschiede und Gemeinsamkeiten, über das, was Frauen* vor uns erkämpft haben – und über die Wege, die noch vor uns liegen.
Gestaltung, Text & Performance: Ingeborg Apoloner, Agnieszka Brzezinska, Gabriele Fischbacher, Antonia Girardi, Kordula Hageneder, Veronika Maier-Wagrandl, Sylvia Pirchegger, Helga Schober, Eva Sommerluksch
Künstlerische Leitung: Katharina Fischer, Barbara Grütze
Künstlerische Mitarbeit: Cecilia Kukua
Organisatorische Mitarbeit: Ulli Koch
Licht & Ton: Markus Liszt
Aufführung: 30. Juni 2018

Mit freundlicher Unterstützung von Wien 3420 AG



























Selbstbestimmt?! Ein Medea-Projekt
Fremdsein, Geschlechterrollen, Macht, Vertrauen, Verantwortung und der Wunsch, über das eigene Leben selbst zu bestimmen: Der Medea-Mythos erzählt von Konflikten, die auch Jahrhunderte später nicht verschwunden sind.
Für „Selbstbestimmt?!“ haben wir den Mythos deshalb nicht nacherzählt. Wir haben ihn auseinandergenommen, befragt und mit den Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmenden zusammengebracht.
Mit Improvisationen, auto_biografischen Methoden und Schreibübungen haben wir gemeinsam geforscht und Material entwickelt. Sämtliche Bühnentexte wurden von den Teilnehmenden selbst verfasst. Aus persönlichen Gedanken, Erfahrungen und Assoziationen entstanden Szenen, Texte und Bilder, die den alten Stoff aus gegenwärtigen Perspektiven betrachten.
Das Ergebnis war eine 45-minütige Szenencollage, ergänzt durch Text- und Videoprojektionen. Medea blieb dabei Ausgangspunkt und Bezug – im Mittelpunkt standen jedoch die eigenen Auseinandersetzungen der Teilnehmenden mit den Themen des Mythos.
Nach der Aufführung ging das gemeinsame Nachdenken weiter. In einem Publikumsgespräch gaben wir Einblick in unseren Arbeitsprozess und kamen mit den Besucher*innen über Medea und die Fragen ins Gespräch, die der Mythos bis heute aufwirft.
Von und mit: Hannah Firle, Lea Gehmair, Ulli Koch, Laetitia Lang, Marie-Luise Schmidt, Stephanie Zimmermann
Theaterpädagogische Leitung: Katharina Fischer, Barbara Grütze
Premiere: 30. Juni 2017
Ort: Theatersaal des Musischen Zentrums Wien
Technik: Amir Badawi
Mit freundlicher Unterstützung und finanzieller Förderung von




Workshop: Raumnehmen
Raum ist nicht einfach da. Raum wird gegeben, beansprucht, geteilt – und manchmal muss man ihn sich nehmen.
Wer bestimmt, wer wie viel Platz einnehmen darf? Wer bewegt sich selbstverständlich durch den öffentlichen Raum – und wer macht sich klein, wird leiser oder lässt anderen den Vortritt?
Im Workshop „Raumnehmen“ haben wir uns diesen Fragen ganz praktisch genähert. Gemeinsam haben wir ausprobiert, wie es sich anfühlt, sichtbar zu werden, Platz zu beanspruchen und gewohnte Bewegungsmuster zu verändern.
Der öffentliche Raum wurde dabei zu unserem Spiel- und Forschungsfeld. Mit gemeinsamen Interventionen haben wir untersucht, wie Körper, Präsenz und Raum miteinander verbunden sind – und was passiert, wenn wir bewusst verändern, wie wir uns darin bewegen.
Die Interventionen wurden filmisch begleitet und zu einem kurzen Clip verdichtet. So entstand aus dem gemeinsamen Experimentieren eine sichtbare Auseinandersetzung mit der Frage, wem öffentlicher Raum gehört und wie wir ihn für uns beanspruchen können.
Der Workshop fand im Rahmen des KulturHerbstNeubau 2019 statt. Unter dem Titel female*gaze rückte das Kulturfestival Frauen und ihre Perspektiven auf den 7. Wiener Gemeindebezirk in den Mittelpunkt.
Eine Kooperation von: Starke Stimmen, Kosmos Theater Wien und Rrrriotfestival
Im Rahmen von: KulturHerbstNeubau 2019 – female*gaze
Gefördert durch: Bezirk Neubau und Stadt Wien
Das gesamte Programm findet ihr unter www.female-gaze.at.
Eine Kooperation von Starke Stimmen, Kosmos Theater Wien und dem Rrrriotfestival. Finanziert durch den Bezirk Neubau und der Stadt Wien.


FEMPOWA
Widerstand beginnt nicht erst auf der Straße. Manchmal beginnt er in einem Gespräch, mit einem Nein oder damit, sich den eigenen Raum nicht nehmen zu lassen.
Wie reagieren wir auf sexistische Sprüche? Wie können wir patriarchalen Vorstellungen widersprechen? Was hilft uns, Grenzen zu setzen und füreinander einzustehen? Und wie kann feministische Praxis ganz konkret im Alltag aussehen?
Anlässlich des Weltfrauentags haben wir uns gemeinsam mit jungen Frauen* auf die Suche nach Antworten gemacht. Nicht theoretisch, sondern spielerisch, körperlich und anhand von Situationen, die uns im Alltag begegnen.
Mit theaterpädagogischen Methoden wurden Szenen nachgespielt, Rollen getauscht und Situationen verändert. Was passiert, wenn ich anders reagiere? Welche Möglichkeiten habe ich in einem bestimmten Moment? Was verändert sich, wenn andere mich unterstützen?
Der Theaterraum wurde so zum Experimentierfeld für unterschiedliche Formen des Widerstands. Die Teilnehmerinnen* konnten Handlungsstrategien ausprobieren, verwerfen und neu entwickeln – für einen selbstbewussten und empowernden Umgang mit Sexismus, Chauvinismus und patriarchalen Strukturen.
Ein Video aus dem Workshop hält einige der Antworten fest, die an diesem Tag entstanden sind.
Entwicklung & Leitung: Judith Rücker, Sophia Ayerbe Hoyos
Datum: 8. März 2019
Ort: ARGEkultur Salzburg
In Kooperation mit: ARGEkultur Salzburg und AK Salzburg
Zielgruppe: junge Frauen*




Vollständige Projektliste
Seit 2017 realisiert „Starke Stimmen“ theaterpädagogische Projekte in Wien und hält Workshops zu verschiedenen Themen. Neben diesen freien Tätigkeiten, sind wir auch für z.B. den Dschungel Wien, der VHS Wien und verschiedenen Schulen in Wien tätig. Genauere Informationen zu den Projekten und Workshops, findest du unter den jeweiligen Links.
2024
2023
- RE_LATIONS. – in Koproduktion mit dem Kosmos Theater Wien
2022
- Theaterworkshop im flash Mädchen*café
- Ein Ort. Ein Dort für mein Wollen | Theaterintensivwoche
- Kinderrechte an der VS Quellenstraße
- Queere Räume – in Koproduktion mit WUK performing arts
2021
- Wo die wilden Alten wohnen – eine Theaterintensivwoche für die Generation 65+
2020
- ZuMUTungen – in Koproduktion mit dem Kosmos Theater Wien
2019
- Workshop Raumnehmen
- Kinderrechte an der VS Marktgasse
- FEMPOWA – Ein Workshop über feministische Widerständigkeiten
- Auf_Begehren – in Koproduktion mit dem Kosmos Theater Wien
2018
2017




