Jede Produktion beginnt mit einer Frage
Unsere Produktionen entstehen aus Neugier, aus Irritation, aus dem Wunsch, genauer hinzusehen. Wir entwickeln Theaterstücke, performative Formate und künstlerische Interventionen, die Räume für Begegnung, Reflexion und neue Perspektiven eröffnen.
Dabei interessieren uns nicht fertige Antworten, sondern das gemeinsame Forschen. Wie können wir komplexe Themen erfahrbar machen? Welche Geschichten bleiben unerzählt? Welche Stimmen werden überhört?
Unsere Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Kunst, Bildung und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Sie entstehen in Zusammenarbeit mit Künstler, Schulen, Institutionen, Vereinen und Menschen, die etwas zu erzählen haben.
Wir entwickeln eigene Produktionen und sind zugleich offen für neue Ideen, Kooperationen und Aufträge.
Denn Theater beginnt oft dort, wo Menschen zusammenkommen und die Bereitschaft mitbringen, sich auf etwas einzulassen, das noch nicht feststeht.
Du hast eine Idee?
Wir freuen uns über Anfragen, Kooperationen und Gespräche.
Ob neue Stoffe, gesellschaftliche Themen, partizipative Projekte oder ungewöhnliche Formate. Gemeinsam entwickeln wir künstlerische Zugänge, die berühren, herausfordern und neue Perspektiven eröffnen.
abgeschlossene projekte
Eine chronologisch sortierte und vollständige Projektliste findest du hier.
Macht Oh!(n)Macht
Was bedeutet Macht für mich? Wo übe ich Macht aus? In welchen Hierarchien bewege ich mich? Und wann bin ich ohne Macht – ohnmächtig?
Macht – Oh!(n)Macht“ widmet sich dem Thema Macht und Ohnmacht in unterschiedlichen sozialen Kontexten. Wir setzen uns kreativ mit den verschiedenen Facetten von Macht auseinander und reflektieren unsere eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse, erkunden alternative Sichtweisen auf Machtstrukturen.
Wann sind wir mächtig – wann ohnmächtig? Wer macht uns ohnmächtig? Gibt es einen hierarchiefreien Raum oder schleichen sich Hierarchien und Machtstrukturen in jegliche Form menschlichen Zusammenseins ein? Welche Gruppennormen entstehen ganz automatisch und wer nimmt welche Rolle ein? Wir bringen alle ein unterschiedliches Verständnis davon mit, wie Machtstrukturen sich auf unser Leben auswirken und welche Situationen dazu führen, dass wir uns ohnmächtig fühlen.
Premiere: 19. Dezember 2024 im Kosmos Theater Wien.
Theaterpädagog*innen: Judith Rücker und Kath Fischer

Geschichten aus meinem Leben.
Über vier Wochen hinweg trafen wir uns jeden Freitag, um gemeinsam eine Szenencollage aus persönlichen Erinnerungen, Geschichten und künstlerischen Impulsen zu entwickeln. Ausgangspunkt waren die vielfältigen Lebensgeschichten der Teilnehmenden: Lieder, die mit besonderen Momenten verbunden sind, Fotos, Briefe, Bücher, Begegnungen und Erzählungen, die Spuren hinterlassen haben.
Aus diesen biografischen Materialien entstand ein gemeinsamer künstlerischer Prozess. Im Mittelpunkt stand die Frage, was erzählt, gezeigt und mit anderen geteilt werden möchte. Welche Erinnerungen sind von Bedeutung? Welche Erfahrungen verdienen eine Bühne?
Den Abschluss bildete eine öffentliche Präsentation, deren Form sich aus den Ideen, Bedürfnissen und kreativen Entscheidungen der Gruppe entwickelte. So entstand eine Aufführung, die die Perspektiven und Geschichten der Beteiligten sichtbar machte.
Gearbeitet wurde mit biografischen Methoden, Ansätzen des Materialtheaters sowie Übungen und Techniken aus dem Theater der Unterdrückten nach Augusto Boal.
Aufführung: 12. Oktober 2024
Theaterpädagog*innen: Natalie Adler-Oppenheim und Kath Fischer
Gefördert durch den Bezirk Alsergrund

RE_LATIONS.
In der Stille der Einsamkeit ist alles so unhörbar laut.
Khalid Chergui
In einer Gesellschaft, in der Individualismus, des eigenen Glückes Schmiedin sein und zunehmende Verstädterung und Anonymisierung stetig zunehmen, wird auch das Gefühl der Einsamkeit verstärkt. Die Einsamkeit als unangenehmes bis unerträgliches Gefühl, alleine zu sein, sich nicht zugehörig zu fühlen, auch wenn viele Menschen um eine herum sind.
Einsamkeit kann zu erheblichen gesundheitlichen Folgen führen.
Loneliness can kill. It’s proven to be worse than smoking 15 cigarettes a day.
Aber wie kommen wir aus der Einsamkeit heraus?
Hier kommt das Theater als Ort der Begegnung ins Spiel: Durch Begegnung weniger einsam sein. Sich verbunden fühlen, verstanden werden. Aufeinander wirken.
Wie begegnen wir einander? Was macht eine wirkliche Begegnung aus?
Im theaterpädagogischen Projekt RE_LATIONS des Vereins Starke Stimmen trafen 18 Performerinnen im Zeitraum von sechs Wochen regelmäßig aufeinander. Im Prozess wurde das Stück gemeinsam mit den Theaterpädagoginnen Katharina Fischer und Judith Rücker entwickelt, alle Szenen und Choreographien stammen aus der Feder der Gruppe.
Die Gruppe beschäftigte sich mit Formen der Einsamkeit und der Begegnung.
Die Suche nach ästhetischen Mitteln, die Einsamkeit zu begreifen und zu beschreiben, führte uns zu dem Anliegen, das Sprechen über Einsamkeit zu enttabuisieren.
Showing
Freitag, 16. Juni 2023, 20:00 Uhr
Kosmos Theater, Siebensterngasse 42, 1070 Wien
Performance, Entwicklung
Anna Joza, Barbara Pretterhofer, Birgit Stimmer, Hannah Fras, Ines Woschitz, Katharina Reschke, Maria Fill, Mia Bohnet, Monika Volk, Natalia Zelewska, Natascha Bonosevich, Regina Pfenningschmidt, Rhonda D’Vine, Rica Salchinger, Veronika Bauhofer, Veronika Desch
Entwicklung
Christina Kelz, Sylvia Pirchegger
Theaterpädagogik
Katharina Fischer und Judith Rücker
Eine Produktion von Starke Stimmen in Koproduktion mit dem Kosmos Theater.
Gefördert aus dem Kulturbudget des Bezirks Neubau.














Ein Ort. Ein Dort für mein Wollen. Theater im öffentlichen Raum
In einer Theaterintensivwoche vom 11. bis 14. April 2022 waren wir mit mit viel Spaß und Spielfreude mutig und haben mit Interventionen den öffentlichen Raum performativ erobert.
Ein Blick sagt mehr als tausend Worte. Hände können sprechen. Mit Körper und Stimme haben wir nach Formen von Kommunikation gesucht. Was erzählt mein Körper und wie können Stimmen über Worte hinauswirken?
An welchen Orten wollen wir sprechen, wollen wir auftreten, für uns oder andere eintreten? Von wem wollen wir gehört werden und wo können wir auch einmal zuhören? In der Intensivwoche haben wir uns gemeinsam auf die Suche nach einem Dort für unser Wollen gemacht. Wir erforschten mit theatralen Mitteln den öffentlichen Raum und gestalteten Interventionen und Versuche miteinander zu kommunizieren.
Die Gruppe wurde von Judith Rücker und Katharina Fischer methodisch angeleitet.

















„Weil wir klein sind …“
Nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern. Die Kinder der 2C der Volksschule Marktgasse in Wien haben in ihrer Abschlussaufführung gezeigt, was sie alles über Kinderrechte wissen. Sie machen deutlich, dass sie sich auch für ihre Rechte einsetzen. Die Kinder wollen mitreden, mitbestimmen, mitgestalten. Sie wollen gehört und nicht überhört werden. Theater spielen hilft sich Gehör zu verschaffen.
Die Kinder stellen Fragen, die sie durch das Projekt begleitet haben. Fragen, die eine von Erwachsenen geprägte Welt herausfordern. Warum müssen sich die Menschen ständig gegenseitig verletzen? Warum können wir nicht alle Freund_innen sein? Warum sagst du, dass ich anders bin als du?
Gerahmt wurde die Aufführung der 2C von einer Ausstellung all der Dinge, die die Kinder in ihrer gemeinsamen Zeit mit der Regisseurin Emel Heinreich, der Theaterpädagogin Katharina Fischer und der Klassenlehrerin Elisabeth Rischka-Riedl erforscht, herausgefunden und diskutiert haben.
Ein Projekt von Cocon. Verein zur Entwicklung und Umsetzung von Kunstprojekten und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien in Kooperation mit Starke Stimmen, theaterpädagogischer Verein zur Umsetzung sozialkritischer Projekte, der Kinder der 2c – Marktgasse und ihrer Klassenlehrerin.




Auf_Begehren
Vom 23. bis 25.05.2019 haben wir im Kosmos Theater unser Projekt Auf_Begehren gezeigt.
Am Anfang ist noch alles offen. Am Anfang, das ist Anfang Jänner 2019. Das erste Treffen. Das erste Mal jene Menschen sehen, mit denen eins die nächsten Monate arbeiten wird. Und zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, wer es sein wird, so groß ist die Zahl der Menschen, die das Projekt kennenlernen möchten. Seit Jänner 2019 lernen nun wir die Interessierten, und sie sich als Gruppe, näher kennen. Manche gingen und sehr viele sind geblieben. Sie haben sich auf ein Experiment eingelassen, das zunächst lediglich offenes Theaterprojekt genannt wurde und das Versprechen in sich trug, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, selbst etwas zu erschaffen. Die einzigen Vorgaben: Das Thema. Und dass am Ende des Projekts eine Performance stattfinden wird.
Die Projektleiterinnen stehen während der politischen Er_Forschung als Prozessbegleiterinnen zur Verfügung. Bringen methodisches, inhaltliches, theatrales, musikalisches und dramaturgisches Wissen mit. Sind selbst mit großer Neugier, Interesse und Leidenschaft ausgestattet. Zusammengefügt ergibt dies einen Abend, der Unterschiedlichkeiten in all ihrer Individualität feiert, Widersprüche aufzeigt, sie durchbricht und dabei Seh- und Denkgewohnheiten in Frage stellt. Das Publikum wird auf diesen Prozess mitgenommen. Wird eingeladen aus der Rolle der Zusehenden zu treten und selbst aktiv zu werden. Sich auf ein politisches Er_Forschen einzulassen und eigene Widerständigkeiten zu finden.
Performance, Entwicklung: Zeynep Alan, Teresa Bönisch, Katharina Derndarsky, Antonia Girardi, Korri Hageneder, Anne Hampp, Lisa Holzinger, Stella Jarisch, Ulli Pilwax, Rica Salchinger, Helene Schreilechner, Verena Schwab, Arabella Seits, Laura Steinl, Jutta Vranovsky, Ines Woschitz, Melike Yagiz
Projektleitung: Katharina Fischer, Lena Kühleitner, Judith Rücker
Wir danken allen privaten Spender_innen, die uns unterstützt haben. Wir danken dem Bezirk Neubau, 1070 Wien, für die Förderung.

















Willkommen in meinem Prekariat
Willkommen in meinem Prekariat
2/3 der in Armut lebenden Personen sind Frauen*, allerdings ist diese Armut in der Öffentlichkeit so gut wie unsichtbar. Gemeinsam mit den Teilnehmer_innen wollten wir eine Sichtbarkeit generieren, indem wir uns zum einen intensiv mit der Thematik, auch auf einer persönlichen Ebene, beschäftigen, andererseits aber auch Fakten und Zahlen, sowie eine Beschäftigung mit gesellschaftlichen Strukturen.
Die Teilnehmerinnen* des Projektes waren Frauen*, die aus unterschiedlichen Gründen prekär leben und die mit ihren Geschichten, Alltagserfahrungen und Reflexionen die Präsentation gestalteten. Einige leben zeitweise in einer prekären Situation, weil sie studieren, für mindestens eine aus der Gruppe war ihre prekäre Lebensrealität jedoch bereits zu einem dauerhaften Alltag geworden. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen* haben die wir recherchiert und experimentiert, um so ein breites Bild zum Thema Prekariat zu gestalten. Über drei Monate hinweg wurde gefundenes Material mit verschiedenen theaterpädagogischen Methoden durchleuchtet und gestaltet. Ästhetische Ausdrucksmöglichkeiten wurden gesucht und gesammelt und aus diesen am Ende die performative Installation geschaffen. Immer haben wir uns der Frage gestellt, was es eigentlich heißt, prekär zu leben, denn auch diese Lebenssituation ist mit vielen Vorurteilen und Stereotypen verbunden. Unsere Teilnehmerinnen* lebten aus verschiedenen Gründen prekär und so haben wir auch immer wieder reflektiert, welche Privilegien die eine* oder andere* hat und wie auch diese sichtbar gemacht werden können. In der Gestaltung und Forschung für das Projekt sind wir vor allem von den Lebensrealitäten innerhalb der Gruppe ausgegangen, um zu vermeiden für und über andere Menschen zu sprechen.
Bei der Performance „Willkommen in meinem Prekariat“ handelte es sich um eine begehbare Ausstellungs-Installation. Ausgestellt wurden hierbei Objekte aus dem sogenannten Prekariat, die mit Museumstexten versehen waren, die auf eine humoristisch ironische Weise geschrieben waren. So konnte man beispielsweise eine prall gefüllte Geldbörse betrachten, eine Bewerbungsmappe mit Absagen, ein Haushaltsbuch und eine Einkommensschere. Es gab auch mehrere Hörstationen und eine Teilnehmerin* hatte einen Faktenwald selber gebaut.
Die Präsentation fand im Amerlinghaus in Wien statt, einem autonomen Kulturzentrum. Freundlicherweise stellten sie uns 5 Räume zur Verfügung, sodass die Performance einen Parcours ähnelte, wobei jeder Raum einen anderen Fokus und Themenschwerpunkt hatte. Publikum wie Beteiligte sollten ein gemeinsames Erleben haben und voneinander profitieren. Selbstermächtigendes Handeln stand dabei im Vordergrund.
Verschiedene Exponate mit von den Teilnehmerinnen* geschriebenen Texten, trafen in den Räumen auf Mitmachstationen für unser Publikum, Videomaterial und unsere Teilnehmerinnen*, die an den Mitmachstationen performten. Gerahmt wurde all dies durch mehrere Performances der Gruppe, die vor allem Choreographien in den Vordergrund stellten. Nach der Performance hatte unser Publikum die Möglichkeit bei einem Buffet mit der Gruppe zu diskutieren.
Wir haben das Projekt mit einem Blog begleitet, den du hier findest: https://wilkommeninmeinemprekariat.wordpress.com/
von und mit: Desiree Bernstein, Ulli Koch, Rosalie Lorenz, Tabea Zimmer
Theaterpädagogische Leitung: Kath Fischer, Judith Rücker
Premiere: 23. Juni 2017 im Amerlinghaus Wien
Mit freundlicher Unterstützung und finanzieller Förderung vom Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus und der Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft.






Vollständige Projektliste
Seit 2017 realisiert Starke Stimmen theaterpädagogische Projekte in Wien und hält Workshops zu verschiedenen Themen. Neben diesen freien Tätigkeiten, sind wir auch für z.B. den Dschungel Wien, der VHS Wien und verschiedenen Schulen in Wien tätig. Genauere Informationen zu den Projekten und Workshops, findest du unter den jeweiligen Links.
2023
- RE_LATIONS. – in Koproduktion mit dem Kosmos Theater Wien
2022
- Theaterworkshop im flash Mädchen*café
- Ein Ort. Ein Dort für mein Wollen | Theaterintensivwoche
- Kinderrechte an der VS Quellenstraße
- Queere Räume – in Koproduktion mit WUK performing arts
2021
- Wo die wilden Alten wohnen – eine Theaterintensivwoche für die Generation 65+
2020
- ZuMUTungen – in Koproduktion mit dem Kosmos Theater Wien
2019
- Workshop Raumnehmen
- Kinderrechte an der VS Marktgasse
- FEMPOWA – Ein Workshop über feministische Widerständigkeiten
- Auf_Begehren – in Koproduktion mit dem Kosmos Theater Wien
2018
2017




